Fokusgruppe

Multiperspektivische Analyse der UX

Der Erfolg im Themenfeld UUX beruht in hohem Maße auf der Berücksichtigung einer großen Bandbreite von meist heterogenen Stakeholdern. Aufgrund dieser hohen Komplexität gibt es nur wenige allgemeine und generalisierbare Regeln und Leitlinien; und diese decken nur einen Bruchteil der relevanten Aspekte ab. Die Forschung im Bereich der menschzentrierten Gestaltung untersucht daher beständig die Wirksamkeit von verschiedenen Ansätzen zur Verbesserung der UUX.

Eine der stärksten Methoden ist - neben Usability Tests und Interviews - die Fokusgruppe. Die im Bereich der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften schon lange zum Einsatz kommende Methode wurde erfolgreich an das Themenfeld Usability & User Experience adaptiert. Fokusgruppen adressieren dabei den wichtigsten Schwerpunkt der menschzentrierten Gestaltung: Die intensive und wiederholte Involvierung der Benutzer:innen.

Während diese Involvierung in den anderen Methoden isoliert und konzentriert erfolgt, werden in Fokusgruppen mehrere Benutzer:innen gleichzeitig eingebunden. Die Stärke dieser UUX Methode ergibt sich aus der intensiven und kontroversen Wechselwirkung zwischen den einzelnen Benutzer:innen. Fokusgruppen erlauben UUX Expert:innen beispielsweise die Bewertung, Schärfung und Korrektur von Rückschlüssen, welche diese aus ihren Beobachtungen gezogen haben.

Schematische Darstellung eines Meetings mit sieben Personen

Making a claims analysis is an analytical process that involves generating and evaluating a set of candidate claims. The chief empirical source for claims, as in the case of scenarios, is observation and analysis of user reports and behavior.

John M. Carroll, Claim Analysis, 1992

Fokusgruppe

So gelingt die Praxis

Eine Person spricht im Meeting

Schreibtisch mit kreativen Skizzen

Fokusgruppen sind aufgrund der breiten Beteiligung von Benutzer:innen eine beliebte Methode der Personalrät:innen und Schwerbehindertenvertreter:innen der Bundesbehörden, Landesbehörden und kommunalen Behörden. Entscheidend für den Erfolg dieser UUX Methode ist die klare Definition der zu untersuchenden Fragestellung, der zu involvierenden Stakeholder und der seitens des UUX Expert:innen benötigten Expertise.

Im Vergleich zu Methoden mit klarem Bezug zur Interaktion, wie beispielsweise der Heuristischen Evaluation, dem Cognitive Walkthrough oder dem Usability Test, ist die Zielrichtung bei Fokusgruppen deutlich flexibler: Eine Fokusgruppe kann sich anstatt auf die konkrete Fachanwendung auch auf den Nutzungskontext eines noch auszugestaltenden Systems fokussieren. Grundlage einer derartigen Fokusgruppe bilden dann nicht die Beobachtungen aus einem Usability Test, sondern aus einer Contextual Inquiry der bis dato analogen Arbeitsprozesse.

In dieser hohen Flexibilität der Methode liegen Chance und Risiko zugleich: Chance, da eine breite Bandbreite an potentiellen Untersuchungsgegenständen abbildbar ist. Risiko, da die Definition und Konkretisierung der Fragestellung seitens der Behörde vergleichsweise hohe Expertise im Themenfeld UUX erfordert. Bundesbehörden, Landesbehörden und kommunalen Behörden sollten daher statt konkreter Methoden im ersten Schritt zunächst die konkreten Probleme in Bezug auf den Themenkomplex UUX fokussieren. Im Rahmen eines UUX Consultings können dann im nächsten Schritt gemeinsam mit UUX Expert:innen die am besten passenden Methoden ausgewählt werden.

Im Themenfeld UUX ist die klare und präzise Definition der zu untersuchenden Fragestellungen essentiell für die erfolgreiche Durchführung der Fokusgruppen.

Prof. Dr. Simon Nestler
Inhaber

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